Lyon 2017

9th International
Shared Decision Making conference in Lyon, France,
July 2nd - July 5th, 2017

 

 

 

 


Trainingsmaterial: Manual und DVD zur PEF


 

 

 

 

Haben Sie Anregungen zu unserer Webseite? Bitte schreiben Sie eine E-Mail an s.dwinger@uke.de

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Weitere Instrumente

 

In unserer Arbeitsgruppe wurden in den letzten Jahren eine Reihe weiterer Messinstrumente übersetzt/entwickelt und psychometrisch überprüft. Die Kurzbeschreibungen zu den jeweiligen Publikationen finden Sie in den folgenden Abschnitten.

 

Bei Fragen wenden Sie sich gerne per E-Mail an Levente Kriston.

 


Four Habits Coding Scheme – deutsche Version

The German version of the Four Habits Coding Scheme – association between physicians' communication and shared decision making skills in the medical encounter.

 

Scholl I, Nicolai J, Pahlke S, Kriston L, Krupat E, Härter M. (2014) Patient Education and Counseling, 94: 224-229.

 

Zusammenfassung:

Ziel: Ziel der Studie war es, ein Messinstrument zu Kommunikationsfertigkeiten von Ärzten – das Four Habits Coding Scheme (4HCS) - ins Deutsche zu übersetzen. Außerdem wurden seine psychometrischen Eigenschaften im Zusammenhang mit der OPTION-Skala überprüft, welche das Verhalten von Ärzten hinsichtlich partizipativer Entscheidungsfindung (PEF) untersucht.

 

Methodik: Es wurde eine sekundäre Datenanalyse von 67 Aufnahmen von Arzt-Patienten Konsultationen durchgeführt. Reliabilität, interne Konsistenz und faktorielle Validität des übersetzten 4HCS wurden analysiert. Der Zusammenhang mit der OPTION-Skala wurde mittels Korrelation und linearer Regression untersucht.

 

Ergebnisse: Das Überprüfen der Reliabilität ergab einen Intraklassen-Korrelationskoeffizienten über .70. Die Ergebnisse hinsichtlich interner Konsistenz und faktorieller Validität waren heterogen. Die Korrelationen zwischen der OPTION Skala und den vier Dimensionen des 4HCS waren .04 (p=.782), -.14 (p=.303), -.15 (p=.279) und .55 (p<.001). In einer multiplen Regression erklärten die vier Dimensionen des 4HCS einen wesentlichen Anteil der Varianz in der OPTION-Skala (R(2)=.42, P<.001).

 

Schlussfolgerung: Das Messinstrument zeigte eine gute Beobachter-Reliabilität, wobei weitere Überprüfungen notwendig sind. Durch die starke Wechselbeziehung der beiden Messinstrumente sollte PEF im Kontext weiterer Kommunikationsfähigkeiten betrachtet werden.

 

Implikationen für die Praxis: Das 4HCS kann für Forschung und medizinische Aus- und Weiterbildung genutzt werden. Weitere Studien, die PEF im Rahmen von Kommunikationsfähigkeiten untersuchen, werden benötigt.

 


 

Der Autonomie-Präferenz-Index – deutsche Version (API-Dm)

Die deutsche modifizierte Fassung des Autonomie-Präferenz-Index (API-Dm)

 

Simon D, Kriston L, Härter M. (2011)  Klinische Diagnostik und Evaluation, 4: 5-14.

 

Zusammenfassung:

Der Autonomie-Präferenz-Index (API) wurde zur Messung von Patientenpräferenzen hinsichtlich Information und Beteiligung an medizinischen Entscheidungen entwickelt. Die englische Originalversion besteht aus 23 Items, die von 0 ("lehne stark ab") bis 4 ("stimme stark zu") bewertet werden können. Die Informationspräferenz wird anhand von acht Aussagen gemessen. Die Erhebung der Beteiligungspräferenz erfolgt durch insgesamt 15 Items. Davon messen sechs Items die allgemeine Beteiligungspräferenz und neun Fragen die Beteiligungspräferenz bei unterschiedlich schweren Erkrankungen (Fallvignetten). Die interne Konsistenz des API beträgt .82 für jede der beiden Subskalen. Die Test-Retest-Reliabilität liegt bei .84 für die Subskala zur Beteiligungspräferenz und .83 für die Subskala zur Informationspräferenz.

 

 Eine deutsche Üebrsetzung des API ohne Fallvignetten wurde im BMG-Förderschwerpunkt "Der Patient als Partner im medizinischen Entscheidungsprozess" eingesetzt. Die Prüfung der Konstruktvalidität erfolgt mithiklfe einer Konfirmatorischen Faktorenanalyse an eienr indikationsübergreifenden Patientenstichprobe (n=1592). Auf der Basis der Fit-Indices wurden zwei Items zur Beteiligungspräferenz und ein Item zur Informationspräferenz entfernt. Die deutsche modifizierte Version (API-Dm) resultierte in verbesserten Fit-Indices. Aufgrund methodischer Einschränkungen der Validierungsstudie werden weitere psychometrische Tests des API-Dm empfohlen.

 


 

Decisional Conflict Scale – deutsche Version (DCS-D)

Die Decisional Conflict Scale in deutscher Sprache (DCS-D) – Dimensionale Struktur in einer Stichprobe von Hausarztpatienten.

 

Buchholz A, Hölzel L, Kriston L, Simon D, Härter M (2011). Klinische Diagnostik und Evaluation, 4: 15-30.

 

Zusammenfassung:

Die "Decisional Conflict Scale" (DCS) wurde als Instrument zur Operationalisierung der Qualität medizinischer Entscheidungen entwickelt und erfasst Unsicherheit darüber, welche Option bei einer medizinischen Entscheidung die richtige ist. Die DCS wurde bereits in zahlreichen Studien eingesetzt und in sechs Sprachen übersetzt, psychometrische Arbeiten zur Qualität des Instruments gibt es hingegen wenige. Für die deutsche Version liegen bisher keine publizierten Daten vor. Daher wurden die psychometrischen Eigenschaften einer deutschsprachigen Version der DCS geprüft. Es wurden Daten von 1286 Personen einbezogen, die an einer postalischen Befragung zur Bewertung der Qualität ihrer hausärztlichen Versorgung teilnahmen. In vergleichenden konfirmatorischen Faktorenanalysen zeigte sich, dass das von den Autoren der englischsprachigen Originalversion vorgeschlagene, fünfdimensionale Modell die beste Anpassungsgüte besitzt. Die interne Konsistenz für die fünf Subskalen war ebenfalls hoch. Die Ergebnisse dieser Studie unterstützen die faktorielle Validität und Reliabilität der deutschsprachigen DCS im hausärztlichen Setting. Der Fragebogen und Auswertungshinweise sind im Anhang abgedruckt.


 

Preparation for Decision-Making Scale – deutsche Version (PDMS-D)

Die Preparation for Decision-Making Scale in deutscher Sprache (PDMS-D) – Faktorielle und konkurrente Validität in einer Onlinestichprobe von Personen mit Kreuzschmerz oder Depression.  


Buchholz A, Simon D und Härter M (2011). Klinische Diagnostik und Evaluation 4 Jg. 31–45.

 

Zusammenfassung:

Ziel der vorliegenden Untersuchung war die Prüfung der faktoriellen und konkurrenten Validität sowie der Reliabilität der Preparation for Decision Making Scale in deutscher Sprache (PDMS-D). In einer randomisierten, kontrollierten Studie zur Evaluation einer webbasierten Entscheidungshilfe bearbeiteten Studienteilnehmer mit Depression und/oder Kreuzschmerz direkt im Anschluss an die Entscheidungshilfe u. a. die PDMS-D. In die vorliegende Untersuchung konnten Daten von 572 Studienteilnehmern einbezogen werden. Konfirmatorische Faktorenanalysen ergaben eine zweidimensionale Faktorenstruktur. Weiterhin zeigten sich signifikante, geringe bis hohe Korrelationen zu konstruktnahen Variablen (Entscheidungskonflikt, Akzeptanz, Wissen) und geringe, nicht signifikante Korrelationen zu konstruktfernen bzw. Kontrollvariablen (Lebensqualität, Alter, Geschlecht). Die Ergebnisse dieser Studie unterstützen Reliabilität und konkurrente Validität der deutsprachigen PDMS-D, die faktorielle Struktur deutet jedoch auf konzeptuelle Unterschiede zur englischsprachigen PDMS-D hin: Anstelle einer Dimension Entscheidungsvorbereitung finden sich die beiden Dimensionen Vorbereitung auf die Entscheidung und Vorbereitung auf das Arztgespräch. Die Anwendung der PDMS-D kann zur Evaluation von Entscheidungshilfen empfohlen werden.

 


 

ZAPA

Fragebogen zur Zufriedenheit in der ambulanten Versorgung – Schwerpunkt Patientenbeteiligung (ZAPA). 

 

Scholl I, Hölzel L, Härter M, Dierks ML, Bitzer EM, Kriston K.(2011). Klinische Diagnostik und Evaluation 4Jg. 50–62.

 

Zusammenfassung:

Ziel dieser Studie war die Entwicklung und psychometrische Überprüfung eines Kurzfragebogens (vier Items) zur Messung der Patientenzufriedenheit in der ambulanten medizinischen Versorgung unter Berücksichtigung des Konzepts der Patientenbeteiligung. Hierzu wurden zwei Items eines bestehenden Instrumentes (Fragebogen zur Zufriedenheit in der ambulanten Versorgung – Qualität aus Patientenperspektive – ZAP) herangezogen sowie zwei neue Items generiert. Mit dem neuen Instrument (ZAPA) wurden Daten in einer Stichprobe von 2450 Patienten erhoben. Die Bestimmung der dimensionalen Struktur erfolgte mittels Faktorenanalyse. Zudem wurden Reliabilitätsmaße sowie deskriptive Itemparameter berechnet. Außerdem wurde die Konstruktvalidität überprüft. Der ZAPA weist eine eindimensionale Struktur auf. Eine hohe interne Konsistenz sowie hohe Trennschärfen deuten auf eine hohe Reliabilität des Fragebogens hin. Ausfüllquoten von über 94 % belegen eine gute Akzeptanz des Instrumentes. Weiterhin liegen Hinweise auf Konstruktvalidität vor. Insgesamt weist der ZAPA gute psychometrische Eigenschaften auf. Durch seine Kürze eignet er sich für den Einsatz in Studien zur Messung der Patientenzufriedenheit im ambulanten Versorgungssetting.

 

 

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Update: 26. Jan. 2017